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| Erick Montoya, Foto von Felipe Duran |
AUFRUF
AN ALLE ORGANISATIONEN UND ALLE
PERSONEN, DIE
DIE
MENSCHENRECHTE UND DEN FRIEDEN
RESPEKTIEREN
DIE
GEWALT GEGEN DIE MAPUCHE IN CHILE ZU BEENDEN
Europa,
18. Juli 2012
An
die
Vertreter
des Rates der Europäische Union
des Rates der Europäische Union
und
des Europäisches Parlament
an die internationalen Menschenrechtsorganisationen
an die internationalen Menschenrechtsorganisationen
an die
Öffentlichkeit
Die Mapuche-Gemeinden im südlichen Chile, die Anspruch auf historische Landrechte erheben, sind in ihren Häusern durch gewaltsame Razzien und einen starken Anstieg der Polizeigewalt betroffen, berichten die Nationale Vereinigung für die Unterstützung von indigenen Völker "IL CERCHIO ONLUS" aus Italien, die Europäische Kommission für Menschenrechte und Ur-Völker "Harald Edelstam" aus Schweden, der Maricheweu Kulturverein für die Menschenrechte der Mapuche aus Deutschland und Organisationen zur Unterstützung der indigenen Völker in Europa. Das Überfallen von Wohnungen ist nach dem Völkerrecht ein Verbrechen derjenigen, die ohne dort zu leben, gegen den Willen der Bewohner in die Wohnung des Anderen eintreten oder weiterhin dort bleiben. In Chile halten die Regierungen bis heute eine diktatorische Praxis gegen das Mapuche-Volk durch, wobei die Polizei in indigene Haushalte eindringt, dabei die Bürgerrechte und grundlegende Garantien verletzend. 100 bis 200 uniformierte Polizisten betreten dabei die Gemeinden mit verschiedenen motorisierten Mitteln (Panzer, gepanzerte Jeeps, LKW, Busse, Wasserwerfer, Hubschrauber), ausgestattet mit großen Mengen an Waffen und Munition verschiedener Kaliber, darunter UZI Maschinenpistolen (eine Kriegswaffe), Tränengas und andere Aufrüstung.
Die Mapuche-Gemeinden im südlichen Chile, die Anspruch auf historische Landrechte erheben, sind in ihren Häusern durch gewaltsame Razzien und einen starken Anstieg der Polizeigewalt betroffen, berichten die Nationale Vereinigung für die Unterstützung von indigenen Völker "IL CERCHIO ONLUS" aus Italien, die Europäische Kommission für Menschenrechte und Ur-Völker "Harald Edelstam" aus Schweden, der Maricheweu Kulturverein für die Menschenrechte der Mapuche aus Deutschland und Organisationen zur Unterstützung der indigenen Völker in Europa. Das Überfallen von Wohnungen ist nach dem Völkerrecht ein Verbrechen derjenigen, die ohne dort zu leben, gegen den Willen der Bewohner in die Wohnung des Anderen eintreten oder weiterhin dort bleiben. In Chile halten die Regierungen bis heute eine diktatorische Praxis gegen das Mapuche-Volk durch, wobei die Polizei in indigene Haushalte eindringt, dabei die Bürgerrechte und grundlegende Garantien verletzend. 100 bis 200 uniformierte Polizisten betreten dabei die Gemeinden mit verschiedenen motorisierten Mitteln (Panzer, gepanzerte Jeeps, LKW, Busse, Wasserwerfer, Hubschrauber), ausgestattet mit großen Mengen an Waffen und Munition verschiedener Kaliber, darunter UZI Maschinenpistolen (eine Kriegswaffe), Tränengas und andere Aufrüstung.
Die polizeiliche
Gewalt wird
ausgeübt, vom
Eintritt in die
Gemeinschaft und
die Häuser, über
dem Schießen aus
kürzester Entfernung auf
die dort lebenden Menschen,
bis zum Verletzen von
Kindern und Erwachsenen
im Gesicht
und am Körper in
der Regel durch
Bleischrot. Die
Missbräuche umfassen
weiterhin die Zerstörung der Gebrauchs-
und Verbrauchsgüter, die Beschlagnahme von
Werkzeugen, Tieren, und die Zerstörung
von kulturellen und
sakralen
Gegenständen wie dem
Rewe (Altar,
heiligen Baum).
All dies geschieht,
nach den Berichten der
Betroffenen, ohne
dass ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorliegt, meist nur
aufgrund von anonymen Anschuldigungen
von nicht
identifizierten Zeugen.
Die Gewalt
gipfelt in
der Verhaftung von
einer oder mehreren Personen, wobei hierfür
das sogenannte Antiterrorgesetz
18.314 herhält, das noch aus der Zeit
der Diktatur stammt und die Anwendung von
"Sondermaßnahmen" billigt.
Wir weisen hin auf
die Regionen
Ercilla und
Malleco, wo
die Polizei regelmäßig
in Gemeinden
wie Temucuicui,
Wente Winkul
Mapu, Rekem
Pillan, Loloko,
Cacique José
Guiñon und
Vilcun einfällt.
Die Familien
leiden unter
gewalttätigen
Razzien und
ständiger juristischer
Verfolgung, so
sehr, dass selbst der nationale
Bürgerbeauftragte Georgy
Schubert die
Leistung der Polizei-Spezialeinheiten
als "unverhältnismäßig"
beschrieb und
die Staatsanwaltschaft aufrief,
"das offizielle
Verhalten des
Staatsanwaltes
Luis Chamorro"
zu beurteilen,
der an allen
Razzien beteiligt isti.
Siehe: die schockierende Geschichte von Chilevision über die Gemeinschaft Wente Winkul Mapu von Juni 2012ii
Chile untergräbt ernsthaft die Konvention über die Rechte des Kindes
Es wird betont,
dass während der
Razzien die
nichtangeklagten Familienangehörigen der
Mapuche in
gleicher Weise verletzt werden durch
Waffen, Schläge,
rassistische Beleidigungen
und Einschüchterungen.
Dabei wird keine Rücksicht genommen auf Säuglinge,
Kinder, schwangere Frauen und ältere
Menschen. Viele leiden unter Atemwegsproblem verursacht durch den
andauernden massiven Tränengaseinsatz. Des Weiteren werden
Jugendliche willkürlich verhaftet.
Man kann sich
erinnern an den
Fall von Leonardo
Quijón aus der Gemeinschaft
Chequenco, im
Oktober 2009, der als
Minderjähriger angeschossen
und schwer
verletzt wurde
von der Militärpolizei,
mit etwa 200
Pellets in
seinem Bein. Schmerzen
und Teilinvalidität
beeinflussen ihn
bis heute. Er
wurde vom Staatsanwalt
Luis Chamorro
angeklagt, stand
zwei Mal vor
Gericht und wurde beides Mal freigesprochen
im Juni und September
2010.
Die verfolgten,
misshandelten und
willkürlich inhaftierten
Minderjährigen José
Ñirripil, Luis
Marileo, Patricio
Queipul und
Cristian Cayupan,
des Terrorismus beschuldigt,
sind heute immer
noch verschiedenen Zwangsmaßnahmen
unterworfen.
Diese anhaltende,
geplante und
extreme Gewalt
traumatisiert die
Kinder. Sie leiden unter
der physischen und psychischen Misshandlung
und erleben die Polizeigewalt gegen
Mitglieder ihrer Familie. Eine Therapie ist
schwierig bis unmöglich, weil immer
wieder neue
Razzia auftreten
und ein Rückfall
verheerend wäre.
v
Siehe: "Mapuche Kindheit, eine grausame Realität" Bericht von Channel 13 - Kontakt 2010vi
Siehe: "Mapuche Kindheit, eine grausame Realität" Bericht von Channel 13 - Kontakt 2010vi
In 2002 wurde der Minderjährige Mapuche Alex Lemun (17 Jahre) ermordet, im Jahr 2008 Matias Catrileo (20 Jahre), im Jahr 2009 Mendoza Collio (24 Jahre), im Jahr 2005 verschwand José Huenante im Alter von 16, im Jahr 2006 Juan Collihuín Catril (71 Jahre), und es gibt andere Todesfälle, die in völliger Straffreiheit bleiben, wie Julio Huentecura, Zenon Necul Diaz, Jorge Suarez Marihuan, Juan Cariqueo, Agustina und Mauritius Huenupe Pavián...
Unzureichende medizinische Versorgung
Viele Opfer
benutzen nicht den
Nationalen Gesundheitsdienst
aus Angst weiter
misshandelt,
verhaftet und eingesperrt zu werden.
So im Fall von
Erick Montoya
(23 Jahre),
der am
7. Juni 2012,
unter einer
freiheitsentziehenden Maßregel von
Staatsanwalt Luis
Chamorro, brutal
geschlagen und
durch Schusswaffengebrauch
der Polizei verwundet wurde,
die Verletzungen
sind schwer und
sichtbar. Dennoch wurde im
Krankenhaus von
Collipulli nur
die Diagnose "leichte
Verletzungen" erstellt.
Er wurde verhört,
als er verletzungsbedingt nicht bei vollem
Bewusstsein war und
in diesem Zustand wurde
er ins Gefängnis
als Häftling
geschickt. Dazu
meinte Barbara Katz,
Regionale
Anwältin, "man
kann nicht von
kleineren Verletzungen
sprechen. Die
bloße Tatsache,
dass er nicht in
der Lage war an einer
Anhörung teilzunehmen
und diese
dann innerhalb der
Klinik
durchführen zu müssen,
zeigt, in welchen Zustand
Montoya war ".
Mapuche politische Gefangene
Nach den Razzien und den willkürlichen Verhaftungen folgt die Sicherungsverwahrung, die bis zu 2 Jahre dauern kann, wo es Überbelegung und Promiskuität gibt, und man einer Zelle mit gewöhnlichen Kriminellen zugeordnet werden kann. Während dieser Zeit gibt es langwierige Rechtsstreitigkeiten, die für die Mapuche Familien schwer wirtschaftlich zu unterhalten sind.
Lorenzo Llevul Antimil, Alter 40 Jahre, der in der Haft am 22. Januar 2012 blieb, beging im Gefängnis in Temuco Selbstmord. Richard Eduardo Newei Pilquimán, politischer Gefangener Mapuche stirbt 2010 im Alter von 19 Jahren unter mysteriösen Umständen. Es gibt keine Kenntnisse über die Ergebnisse der Untersuchungen. Julio Huentecura Llancaleo, Alter 30 Jahre, dem die Justizvollzugbeamten seinen Status als politischer Gefangener verweigerte, wurde gezwungen, eine Zelle zu teilen mit gewöhnlichen Gefangenen, die ihn am 26. September 2004 im Gefängnis von Santiago ermordeten.
Der Staat Chile hat gegenüber der Öffentlichkeit versichert, das Anti-Terror-Gesetz nicht weiter anzuwenden. Dennoch wird die Praxis der anonymen Zeugen weiterhin angewendet, eine undemokratische Praxis, die gegen alle grundlegenden rechtsstaatlichen Garantien auf ein faires Verfahren verstößt. In vielen Fällen gab es die Verheimlichung von Informationen während der Untersuchungen (siehe "Fall Bombas"), falsche Anschuldigungen, falsche Beweise und Zeugenaussagen. Viele unschuldig Angeklagte werden erst in "Sicherungsverwahrung" genommen und am Ende des Verfahrens freigesprochen.viii
Die unschuldigen Opfer der Polizeigewalt und die
freigesprochenen Angeklagten erhalten keinerlei Entschädigung für
erlittenes Unrecht, Schäden und Gewalt.
Chile verletzt
die internationalen Konventionen
In Chile
gibt es weder Krieg,
noch Terrorismus,
noch Guerillakrieg,
aber die chilenische Regierung
verwendet nach
wie vor besondere
Gesetze, das
Antiterrorgesetz,
Militärtribunale für
Zivilangelegenheiten
und die
Staatssicherheit,
die "die
Existenz eines inneren Feindes"
voraussetzt. Die
nationalen Gesetze wurden nicht angepasst
an internationale Standards der
Menschenrechte, wie
dem ILO-Übereinkommen
169 zum Schutz indigener Völker (im Jahr 2008
von Chile ratifiziert),
der UN-Kinderrechtekonvention (im Jahr 2009
ratifiziert), und
dem Internationalen Pakt über
bürgerliche und politische Rechte
der Vereinten Nationen sowie der
UN-Antifolterkonvention.
Angesichts dieser
Situation können
wir erkennen, dass
Chile einen
Staat ist, der
systematisch die
Menschenrechte, internationale
Abkommen und ihre
demokratischen Prinzipien verletzt,
sowie die
zahlreichen
Empfehlungen der UN-Berichterstatter
(Menschenrechte, indigene
Völker und
CERD) ignoriertix.
Bis heute
hat keine
Regierung eine
wirkliche Bereitschaft
gehabt, die ernsthaften
Probleme der
Mapuche lösen: die Zerstörung ihrer
Umwelt, ihr Recht auf Selbstbestimmung,
ihr Anspruch auf Landrückgewinnung und
die Bekämpfung der Armut.
Anstatt mit
den
Mapuche-Gemeinden
zu reden, reagiert der chilenische Staat
nur mit
Repressionen.
Es wird betont,
dass im Jahr 2006
Chile der
siebtgrößte Importeur
von Waffen aus
Italien war (vor
Russland), in 2007/8
war es einer der
größten Importeure des
mittel- und südamerikanischen
Raumes (2,6
Millionen EUR) für
Waffen, Munition
und Sprengstoff. Diese Tatsache
fordert uns als
Aktivisten und
Organisationen in Europa, welches -als
weltweit
führender Exporteur
von konventionellen Waffen-
ebenso an Länder wie
Chile exportiert,
weil es als eine
aufstrebende Wirtschaft
auf dem Weg der Entwicklung
angesehen wird (aber viele
Zahlen liegen
noch nicht vor).x
Vor kurzem
hat Amnesty
International Chile
einmal mehr die Behörden aufgerufen,
die Rechte des
Mapuche-Volkes zu
respektieren und Menschenrechtsverletzungen
zu bestrafen, und
schlägt auch
Alarm, dass die
Berichte der Gemeinschaften
sich mehren.
WIR FORDERN:
- Die Beendigung der bewaffneten Aggression und Gewalt begangen gegen Mapuche-Gemeinden, die Anspruch erheben auf ihr angestammtes Land und ihre Rechte zurückfordern.
- Die
Beendigung der
Razzien und
der Militarisierung
der Mapuche-Gemeinden.
- Die Beendigung der Nutzung des Antiterrorismusgesetzes Nr. 18314, der Militärgerichtsbarkeit und der doppelten Gerichtsverfahren gegen Mapuche.
- Die Beachtung internationaler Verträge durch den chilenischen Staat, wie z.B. ILO-Konvention 169, und alle Vereinbarungen zur Durchsetzung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
- Die Beendigung der Nutzung des Antiterrorismusgesetzes Nr. 18314, der Militärgerichtsbarkeit und der doppelten Gerichtsverfahren gegen Mapuche.
- Die Beachtung internationaler Verträge durch den chilenischen Staat, wie z.B. ILO-Konvention 169, und alle Vereinbarungen zur Durchsetzung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Die Europäische Union hat sich verpflichtet, die universelle Gültigkeit und Unteilbarkeit der Menschenrechte aufrechtzuerhalten, die sie aktiv fördert und schützt, sowohl innerhalb ihrer Grenzen als auch in ihren Beziehungen mit Drittländern. Wir sind besorgt darüber, dass der Verkauf von Waffen aus Europa ein destabilisierender Faktor im südlichen Lateinamerika sein kann, der Demokratie, bürgerliche Freiheiten und Rechte bedroht und der die friedliche Entwicklung der indigenen Völker verhindert.
Wir fordern
die Regierung deshalb auf:-
den Verkaufes von
Waffen an den
chilenischen Staat zu stoppen
und
- sich für FRIEDEN, Dialog und für GEWALTLOSIGKEIT einzusetzen.
- sich für FRIEDEN, Dialog und für GEWALTLOSIGKEIT einzusetzen.
Schreiben Sie bitte eine e-mail an: dignidad.mapuche@yahoo.com
Signieren Sie mit den folgenden Informationen:
Name oder Organisation, Land, e-mail
v
Informe Tratos inhumanos y degradantes contra la niñez mapuche:
http://clavero.derechosindigenas.org/?p=8499
vi Video: Mapuche Kindheit, "eine grausame Realität" http://www.youtube.com/watch?v=jU_h7U8ISfQ&feature=relmfu
viii
Falsas pruebas en Ercilla:
http://www.biobiochile.cl/2012/07/05/acusan-a-general-bezmalinovic-de-presentar-falsas-pruebas-por-muerte-de-comunero-en-ercilla.shtml
Caso bombas y ocultamiento de pruebas:
http://www.lasegunda.com/Noticias/Nacional/2012/06/758296/caso-bombas-revelan-correo-donde-alta-funcionaria-de-fiscalia-sugirio-ocultar-informacion-a-las-defensas
El
caso de Wente Winkul Mapu: http://paismapuche.org/?p=4466
ix
Informes de recomendaciones a Chile:
http://www.politicaspublicas.net/panel/guia-memoria-c169.html
xgemäß
dem
Jahresbericht
2010
veröffentlicht
im
Amtsblatt
Armas vendidas por Italia: http://www.disarmo.org/rete/docs/3386.pdf
Armas vendidas por Italia: http://www.disarmo.org/rete/docs/3386.pdf
Diario
Oficial UE:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2011:382:FULL:IT:PDFhttp://infancia-mapuche.blogspot.de/
