Die
Mapuche-Gemeinden im Süden Chiles,die
Anspruch aufhistorischeLandrechte erheben,sindin
ihren Häuserndurch
gewaltsameRazzien
undeinen
starken Anstieg derPolizeigewaltbetroffen.
100 bis 200uniformierte Polizisten
betreten dabei die Gemeindenmit verschiedenenmotorisiertenMitteln (Panzer,
gepanzerte Jeeps, LKW, Busse,Wasserwerfer,
Hubschrauber), ausgestattet mitgroßen Mengenan
Waffen und Munition verschiedener
Kaliber, darunter UZIMaschinenpistolen(eine
Kriegswaffe) und Tränengas. Dabei wird
keine Rücksicht genommen auf Säuglinge,
Kinder, schwangere Frauen und ältere
Menschen. Diese anhaltende,geplante undextreme Gewalttraumatisiert insbesondere dieKinder. Sie leiden unter
der physischen und psychischen Misshandlung
und erleben die Polizeigewalt gegenMitglieder ihrer Familie. Eine Therapie ist
schwierig bis unmöglich, weil immerwieder neueRazzienauftreten
und einRückfallverheerend wäre. Als Basis der überzogenen Polizeiaktionen hält
das sogenannte Antiterrorgesetz
18.314 her,das
noch aus der Zeit der Diktatur stammt und die Anwendung von"Sondermaßnahmen" billigt. Nach
Anschuldigungen von anonymen Zeugen werden sogar Minderjährige als
Terrorismusverdächtige inhaftiert. Die
Gemeindenleiden
untergewalttätigenRazzienund
ständigerjuristischerVerfolgung
so sehr, dass
selbst der nationale BürgerbeauftragteGeorgySchubertdie
Leistung derPolizei-Spezialeinheitenals
"unverhältnismäßig"beschriebund
die Staatsanwaltschaftaufrief,"das
offizielleVerhalten
desStaatsanwaltesLuisChamorro"
zu
beurteilen,
der an
allenRazzien
beteiligt ist. Vor kurzemhat
Amnesty InternationalChileeinmal mehr die Behörden aufgerufen,die Rechtedes
Mapuche-Volkeszu
respektieren undMenschenrechtsverletzungenzu bestrafen, undschlägt auchAlarm, dass die
Berichte der Gemeinschaftensich mehren.
WIR
FORDERN
-
DieBeendigung der bewaffnetenAggression und Gewaltbegangen gegenMapuche-Gemeinden,
dieAnspruch
erheben auf ihr angestammtes Landund
ihre Rechtezurückfordern.
- DieBeendigung derRazzien undder Militarisierung
derMapuche-Gemeinden. -DieBeendigung derNutzung desAntiterrorismusgesetzesNr.18314,
der Militärgerichtsbarkeitundder
doppelten Gerichtsverfahrengegen Mapuche. -Die Beachtung internationaler Verträgedurch denchilenischen Staat,
wie z.B. ILO-Konvention 169,
undalleVereinbarungenzur Durchsetzung derMenschenrechteder Vereinten Nationen.
AUFRUF
AN ALLE ORGANISATIONEN UNDALLE
PERSONEN, DIE
DIEMENSCHENRECHTE UND DEN FRIEDENRESPEKTIEREN
DIE
GEWALT GEGEN DIE MAPUCHE IN CHILE ZU BEENDEN
Europa,18. Juli 2012
An
dieVertreter des
Rates der Europäische Union
und
des Europäisches Parlament an
die internationalen Menschenrechtsorganisationen
an dieÖffentlichkeit
DieMapuche-Gemeinden im südlichen Chile,die Anspruch aufhistorischeLandrechte erheben,sindin
ihren Häuserndurch
gewaltsameRazzien
undeinen
starken Anstieg derPolizeigewaltbetroffen, berichten
die NationaleVereinigung
für die Unterstützungvonindigenen Völker"ILCERCHIOONLUS" ausItalien, die
Europäische Kommission für MenschenrechteundUr-Völker"Harald
Edelstam" aus Schweden,
der MaricheweuKulturvereinfür
die Menschenrechteder
MapucheausDeutschland undOrganisationen zur Unterstützung
der indigenenVölker in Europa.
DasÜberfallen
von Wohnungenist
nach dem Völkerrechtein
Verbrechenderjenigen,
dieohnedort zu leben,
gegen den WillenderBewohner
indie Wohnung
desAnderen
eintreten oder weiterhin dort bleiben.In
Chilehalten die
Regierungenbis
heute einediktatorischePraxis gegen das Mapuche-Volkdurch, wobei die
Polizei inindigene Haushalte eindringt, dabei dieBürgerrechte undgrundlegende Garantienverletzend. 100
bis 200uniformierte
Polizisten betreten
dabei die Gemeindenmit
verschiedenenmotorisiertenMitteln (Panzer,
gepanzerte Jeeps, LKW, Busse,Wasserwerfer,
Hubschrauber), ausgestattet mitgroßen Mengenan
Waffen und Munition verschiedener
Kaliber, darunter UZIMaschinenpistolen(eine
Kriegswaffe), Tränengas und andere
Aufrüstung.
Die polizeilicheGewaltwird
ausgeübt,vomEintritt in dieGemeinschaft unddie Häuser, über
dem Schießenaus
kürzester Entfernungaufdie dort lebenden Menschen,
bis zum Verletzen vonKindern und ErwachsenenimGesicht
und am Körperin
der RegeldurchBleischrot. Die
Missbräucheumfassen
weiterhin die Zerstörung derGebrauchs-
und Verbrauchsgüter, die Beschlagnahme von
Werkzeugen, Tieren, und die Zerstörung
von kulturellenundsakralenGegenständen wie demRewe(Altar,
heiligen Baum).All dies geschieht,
nach den Berichten derBetroffenen, ohne
dass ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorliegt, meist nur
aufgrund von anonymen Anschuldigungen
vonnicht
identifiziertenZeugen.
DieGewalt
gipfeltinder Verhaftung voneiner oder mehreren Personen, wobei hierfür
das sogenannte Antiterrorgesetz
18.314 herhält, das noch aus der Zeit
der Diktatur stammt und die Anwendung von"Sondermaßnahmen" billigt.
Die aktuelle Situation
Wir weisen hin auf
dieRegionenErcillaundMalleco,wo
die PolizeiregelmäßiginGemeindenwieTemucuicui,
WenteWinkulMapu,RekemPillan, Loloko,
CaciqueJoséGuiñon und
Vilcun einfällt.
Die Familienleiden untergewalttätigenRazzienund
ständigerjuristischerVerfolgung, so
sehr, dass selbst der nationale
BürgerbeauftragteGeorgySchubertdie
Leistung derPolizei-Spezialeinheitenals "unverhältnismäßig"beschriebund
die Staatsanwaltschaftaufrief,"das offizielleVerhalten desStaatsanwaltesLuisChamorro"
zu beurteilen,
der an allenRazzien beteiligt isti.
Siehe:die schockierende Geschichte vonChilevisionüber die GemeinschaftWenteWinkulMapuvonJuni 2012ii
Wir verurteilen darüber hinauseine starke Kampagnein den nationalen Medien,
die die Mapuche kriminalisiert, dieAnsprüche erheben aufLandrechte. Die Medienkampagne missachtet
die Würde des einzelnen Menscheniii.Was noch schlimmer ist,
dieseMedienkampagnebeinhaltet die
Legitimierung dergegenwärtigenBildung von bewaffneten Gruppenvon Grundbesitzernin der Umgebung,
die Rundendurchführenzur
"Verteidigung desEigentums".Beunruhigend ist
die öffentliche
Unterstützung des Einsatzes vonWaffen durch
Regierungsbeamteiv.
Chileuntergräbternsthaft dieKonvention über dieRechte des Kindes
Es wird betont,dass während derRazziendie
nichtangeklagten Familienangehörigen derMapuchein
gleicher Weise verletzt werdendurchWaffen, Schläge,
rassistische Beleidigungenund Einschüchterungen.
Dabei wird keine Rücksicht genommen auf Säuglinge,
Kinder, schwangere Frauen und ältere
Menschen. Viele leiden unter Atemwegsproblem verursacht durch den
andauernden massiven Tränengaseinsatz. Des Weiteren werden
Jugendliche willkürlich verhaftet.
Man kann sicherinnern an denFall vonLeonardoQuijón aus der GemeinschaftChequenco, im
Oktober 2009, der als
Minderjährigerangeschossenundschwerverletzt wurdevon der Militärpolizei,
mitetwa 200Pelletsin
seinem Bein. Schmerzen
undTeilinvaliditätbeeinflussenihnbis heute.Er
wurde vomStaatsanwaltLuisChamorroangeklagt, stand
zwei Mal vor
Gericht und wurde beides Mal freigesprochenim Juni und September2010.
Die verfolgten,
misshandeltenund
willkürlichinhaftierten
MinderjährigenJosé
Ñirripil,LuisMarileo, PatricioQueipulundCristianCayupan,
des Terrorismus beschuldigt,
sind heuteimmer
noch verschiedenenZwangsmaßnahmenunterworfen.Diese anhaltende,geplante undextreme Gewalttraumatisiert dieKinder. Sie leiden unter
der physischen und psychischen Misshandlung
und erleben die Polizeigewalt gegenMitglieder ihrer Familie. Eine Therapie ist
schwierig bis unmöglich, weil immerwieder neueRazziaauftreten
und einRückfallverheerend wäre.v Siehe:
"Mapuche Kindheit,eine grausameRealität"Bericht vonChannel 13-Kontakt2010vi
Das Verhalten der Polizei führt auch zu
außergerichtlichen Tötungen In2002
wurde der MinderjährigeMapuche Alex Lemun(17 Jahre)ermordet,im
Jahr 2008MatiasCatrileo(20
Jahre), im Jahr
2009MendozaCollio(24
Jahre), im Jahr
2005verschwandJoséHuenanteim Alter von 16,im Jahr 2006JuanCollihuínCatril(71 Jahre), und
es gibt andereTodesfälle,
dieinvölliger Straffreiheitbleiben,wie
JulioHuentecura,
ZenonNeculDiaz, Jorge
SuarezMarihuan,
Juan Cariqueo,
AgustinaundMauritiusHuenupePavián...
Unzureichendemedizinische Versorgung
Viele Opferbenutzen nicht denNationalen Gesundheitsdienstaus Angstweitermisshandelt,verhaftet und eingesperrt zu werden.So im FallvonErickMontoya(23Jahre),
deram7. Juni 2012,
untereiner
freiheitsentziehenden MaßregelvonStaatsanwaltLuisChamorro,brutal
geschlagenund
durchSchusswaffengebrauch
der Polizei verwundetwurde,
die Verletzungen
sind schwerund
sichtbar. Dennoch wurde im
KrankenhausvonCollipullinur
die Diagnose"leichte
Verletzungen" erstellt.Er wurdeverhört,
als er verletzungsbedingt nicht bei vollem
Bewusstsein warund
in diesem Zustandwurde
erins GefängnisalsHäftlinggeschickt.Dazu
meinte BarbaraKatz,RegionaleAnwältin,"man
kann nichtvonkleineren Verletzungensprechen.Die
bloßeTatsache,
dass ernicht in
der Lage war an einerAnhörung teilzunehmenunddiesedann innerhalb derKlinikdurchführen zu müssen,zeigt, in welchen ZustandMontoya war ".
Siehe: Videoüber dieschweren VerletzungenvonErickMontoyanach demAngriff der Polizeivii.
Mapuche politische
Gefangene Nach denRazzien
und den willkürlichen
Verhaftungenfolgt
dieSicherungsverwahrung,die bis zu2
Jahre dauern
kann,wo esÜberbelegung undPromiskuität gibt,
und man einerZelle
mitgewöhnlichen
Kriminellenzugeordnet
werden kann.Während
dieser Zeitgibt
eslangwierigeRechtsstreitigkeiten,diefür
dieMapuche
Familienschwerwirtschaftlichzu
unterhalten sind. LorenzoLlevulAntimil, Alter 40
Jahre, der in der Haft am22. Januar 2012blieb, beging
im Gefängnisin
Temuco Selbstmord. RichardEduardoNeweiPilquimán,
politischer GefangenerMapuche stirbt 2010 im Alter von 19 Jahrenunter mysteriösen Umständen. Es
gibt keineKenntnisse
überdie
Ergebnisse der Untersuchungen. JulioHuentecuraLlancaleo,Alter
30 Jahre, dem die
Justizvollzugbeamtenseinen
Status alspolitischer
Gefangener verweigerte,wurde
gezwungen, eineZellezu teilen mitgewöhnlichenGefangenen, dieihnam26. September 2004imGefängnisvon Santiago ermordeten. Der StaatChile hat
gegenüber der Öffentlichkeit
versichert, dasAnti-Terror-Gesetznicht weiter
anzuwenden. Dennoch wird die Praxis der
anonymen Zeugen weiterhin angewendet, eine undemokratische Praxis,
die gegen alle grundlegenden rechtsstaatlichen Garantien auf ein
faires Verfahren verstößt. In vielen Fällengab esdieVerheimlichung von Informationenwährend derUntersuchungen (siehe"FallBombas"),falsche Anschuldigungen,
falsche Beweise und Zeugenaussagen. Viele
unschuldig Angeklagte werden erst in"Sicherungsverwahrung"
genommen und am Ende des Verfahrens freigesprochen.viii
Die unschuldigen Opfer der Polizeigewalt und die
freigesprochenen Angeklagten erhalten keinerlei Entschädigung für
erlittenes Unrecht, Schäden und Gewalt.
Chileverletzt
die internationalen Konventionen
In Chilegibt es weder Krieg,
noch Terrorismus,
nochGuerillakrieg,
aber die chilenische Regierungverwendetnach
wie vorbesondere
Gesetze, dasAntiterrorgesetz,
Militärtribunale fürZivilangelegenheitenunddieStaatssicherheit,die "die
Existenz eines inneren Feindes"
voraussetzt.Dienationalen Gesetze wurden nicht angepasst
an internationale Standardsder
Menschenrechte,wie
demILO-Übereinkommen
169 zum Schutz indigener Völker (im Jahr 2008von Chile ratifiziert),
der UN-Kinderrechtekonvention (im Jahr 2009
ratifiziert),unddem Internationalen Pakt überbürgerliche und politische Rechteder Vereinten Nationen sowie derUN-Antifolterkonvention.
Angesichts dieser
Situationkönnen
wir erkennen,dassChileeinenStaat ist, dersystematischdie
Menschenrechte,internationale
Abkommen undihredemokratischen Prinzipien verletzt,
sowiediezahlreichenEmpfehlungen der UN-Berichterstatter
(Menschenrechte, indigene
VölkerundCERD) ignoriertix.
Bis heutehatkeine
Regierungeine
wirklicheBereitschaft
gehabt, dieernsthaftenProbleme derMapuche lösen: die Zerstörung ihrer
Umwelt, ihr Recht auf Selbstbestimmung,
ihr Anspruch auf Landrückgewinnungund
die Bekämpfung der Armut.AnstattmitdenMapuche-Gemeinden
zu reden, reagiert der chilenische Staat
nurmitRepressionen.
Es wird betont,dass im Jahr 2006Chileder
siebtgrößteImporteurvon Waffen ausItalien war (vor
Russland), in 2007/8war es einerder
größten Importeuredesmittel- und südamerikanischenRaumes(2,6
Millionen EUR)fürWaffen, Munition
und Sprengstoff. Diese Tatsachefordert unsals
Aktivistenund
Organisationen in Europa, welches -als
weltweitführender Exporteurvon konventionellen Waffen-
ebenso an Länder wieChile exportiert,
weil es alseine
aufstrebendeWirtschaft
auf dem Weg derEntwicklung
angesehen wird (aber viele
Zahlenliegen
noch nicht vor).x
Vor kurzemhat Amnesty
InternationalChileeinmal mehr die Behörden aufgerufen,die Rechtedes
Mapuche-Volkeszu
respektieren undMenschenrechtsverletzungenzu bestrafen, undschlägt auchAlarm, dass die
Berichte der Gemeinschaftensich mehren.
WIR
FORDERN:
-
DieBeendigung der bewaffnetenAggression und Gewaltbegangen gegenMapuche-Gemeinden,
dieAnspruch
erheben auf ihr angestammtes Landund
ihre Rechtezurückfordern.
- DieBeendigung derRazzien undder Militarisierung
derMapuche-Gemeinden. -DieBeendigung derNutzung desAntiterrorismusgesetzesNr.18314,
der Militärgerichtsbarkeitundder
doppelten Gerichtsverfahrengegen Mapuche. -Die Beachtung internationaler Verträgedurch denchilenischen Staat,
wie z.B. ILO-Konvention 169,
undalleVereinbarungenzur Durchsetzung derMenschenrechteder Vereinten Nationen.
Die
Europäische Unionhat
sich verpflichtet,die
universelle Gültigkeit undUnteilbarkeit
der Menschenrechte aufrechtzuerhalten, die
sie aktivfördert
und schützt,sowohl
innerhalb ihrer Grenzenals
auch in ihren Beziehungenmit
Drittländern.Wir
sind besorgt darüber, dass der Verkauf
von Waffenaus
Europaein
destabilisierender Faktorimsüdlichen Lateinamerika sein kann,
der Demokratie, bürgerliche FreiheitenundRechtebedroht und der
die friedliche Entwicklung derindigenen Völkerverhindert.
Wir fordern
die Regierung deshalb auf:-den Verkaufes vonWaffen an denchilenischen Staat zu stoppenund - sich
fürFRIEDEN, Dialog undfürGEWALTLOSIGKEIT einzusetzen.
Schreiben
Sie bitte eine e-mail an:
dignidad.mapuche@yahoo.com Signieren
Sie mit den folgenden Informationen: Name
oder Organisation, Land,e-mail